Erscheinungsdatum: August 2022
Autor: Nick Kyme
englischer Originaltitel: Volpone Glory
Zeit: 765-793.M41
Handlung: Die Volponer, auch bekannt als die Blaublüter, stehen klar im Zentrum des Romans, getragen von mehreren Protagonisten. Dabei
erfahren wir einiges über die innere Struktur des volponischen Regiments. Allen voran, dass Rang und Stellung weniger durch Verdienst als vielmehr durch Einfluss und familiäre Herkunft von der
Heimatwelt vergeben werden. Die Armee folgt damit faktisch einer feudalistischen Hierarchie.
Ebenso existieren sogenannte Trossknechte, die den Soldaten einfache, aber notwendige Arbeiten abnehmen. Für imperiale Verhältnisse lebt es sich als Blaublüter folglich nicht schlecht. Wirklich gut allerdings auch nicht. Der Feldzug ist hart, verlustreich und zermürbend. Hinzu kommen Spannungen mit anderen Regimentern sowie eine Reihe seltsamer Todesfälle.
Zum Glück oder vielmehr zum Zweck der imperialen Erzählung gibt es da noch einen besonders heldenhaften Trossknecht, der sich als unehelicher Sohn eines Generals entpuppt. Ein Schicksal, aus dem sich vortrefflich propagandistisches Kapital schlagen lässt.
Bewertung: 9 von 10 Punkten!
Ein richtig guter Roman, den Nick Kyme hier vorlegt. Zwar ist er Teil der Reihe Chroniken der Sabbatwelten, funktioniert jedoch weitgehend als eigenständiger Roman über die Volponer. Auch wenn Leser der Gaunts Geister-Reihe einige Namen auf Seiten des Erzfeindes wiedererkennen dürften.
Geboten wird ein klassischer, spannender Astra-Militarum-Roman, der sich Zeit für den Aufbau mehrerer überraschend tiefgründiger Charaktere nimmt. Neben dem allgegenwärtigen Krieg gegen den Erzfeind entfalten sich mehrere Nebenstränge. Dazu zählen Spannungen mit anderen Regimentern, ein Mörder in den eigenen Reihen und vor allem die besonderen sozialen und militärischen Eigenheiten der Volponer.
Ein Roman, der mich durchgehend sehr gut unterhalten hat.
get your copy now: