Erscheinungsdatum: Januar 2026
Autor:  Marc Collins

englischer Originaltitel: Eidolon

 

Zeit: M31
Handlung: Eidolon, seines Zeichens der oberste Lord Commander der Emperor’s Children, ist mit circa einem Drittel der Legion auf dem Weg nach Terra, um an der finalen Schlacht teilzunehmen.

Ein Warpsturm schleudert ihn und seine Truppen jedoch auf den Planeten Tatricala. Einen Ort, mit dem ihn viele Erinnerungen aus der Vergangenheit verbinden. Also warum nicht den Planeten kurzerhand im Namen der neuen Götter erobern?

Die Verteidiger des Planeten haben dem wenig entgegenzusetzen. Doch es droht Verrat aus den eigenen Reihen. Zudem sind auch die Sons of Horus dort eingetroffen. Sind sie Verbündete oder Feinde? Und wie viel Vertrauen darf man den Einflüsterungen von Dämonen schenken?

 

Bewertung: 4 von 10 Punkte!

Auch wenn ich damit vermutlich die schlechteste Bewertung vergebe, die ein Horus Heresy Roman bislang von mir erhalten hat. Wodurch kommt diese niedrige Bewertung zustande?

 

a) Die Beweggründe von Eidolon sind sehr wirr (was möglicherweise seinen Wahnsinn spiegeln soll). Dazu kommen schnell und oberflächlich eingeführte Stereotypen an Gefolgsleuten, deren Namen ich ebenso rasch wieder vergessen habe.

 

b) Der Roman ist sehr kurz, und ich empfand den Stil als anstrengend zu lesen. Der Großteil besteht aus Kampfszenen.

 

c) Es gibt kaum relevante Rückblenden. Alles, was eigentlich von Bedeutung wäre, wird in wenigen Nebensätzen abgehandelt: das Verhältnis zu Fulgrim, der Tod durch Fulgrim, das Wiederzusammenflicken durch Fabius, die Verfolgung der White Scars. Hier hätte erhebliches Potenzial gelegen.

 

Der Fokus liegt stattdessen auf der Eroberung von Tatricala. Das wirkt letztlich eher wie ein Fiebertraum Slaaneshs und ein an den Haaren herbeigezogenes Gemetzel mit den Sons of Horus.

 

Puh. Ein Roman nur für Fans, die wirklich alle Bände vollständig im Bücherregal stehen haben wollen.

 

Deutlich empfehlenswerter ist die Kurzgeschichte Das zerbroch'ne Spiegelbild aus Band 20 der Reihe Horus Heresy – Die Primarchen. Dort erfahren wir erheblich mehr über das Verhältnis zwischen Eidolon und Fulgrim als im gesamten Roman.


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