Erscheinungsdatum: Februar 2026
Autor: Jonathan D Beer

englischer Originaltitel: Tomb World

Zeit: M42

 

Handlung: Necron-Lord Hekasun, der Krypomant Kamoteph und die Prätorianerin Khemet bilden die zentralen Figuren des Romans. Erzählt wird die Geschichte aus Khemets Perspektive. 

 

Zu Beginn steht Khemet vor der Aufgabe, ihren Platz in einer Ordnung neu zu bestimmen, die sie lange nur aus der Ferne wahrnehmen konnte. Über Äonen hinweg war sie zur Strafe in einem Tesserakt gebannt, bis Kamoteph ihre Befreiung erwirkte. Als Prätorianerin gilt ihre Loyalität allein dem Triarchen, vor allem dem Stillen König. Doch ohne neue Befehle und abgeschnitten von den höheren Instanzen der necronischen Herrschaft bleibt ihr nur der Rückgriff auf den alten Kodex. In dessen Geist versucht sie, die brüchige Ordnung unter Lord Hekasun zu wahren und die necronische Gesellschaft seines Herrschaftsbereichs zu stützen.

 

Hekasun wiederum ist auf die Gunst der Prätorianer angewiesen, denn sie können Befehlsprotokolle verleihen oder entziehen und damit Herrschaft legitimieren oder untergraben. Für Khemet selbst jedoch bringt er kaum Achtung auf. Als eine Gruftwelt erweckt werden soll, gewinnen ihre Fähigkeiten zusätzlich an Gewicht; nicht zuletzt, weil über jener Welt längst Menschen siedeln und die Wiedererhebung der Necrons unweigerlich zum Konflikt führen muss.

 

Zugleich wirft Kamotephs Handeln Fragen auf. Welche Ziele verfolgt der Krypomant tatsächlich? Dient seine Unterstützung allein der Dynastie, oder verbirgt sich dahinter ein eigener Anspruch auf Führung? Khemet gerät damit in eine Rolle, die weit über militärische Pflichterfüllung hinausgeht: Sie ist nicht nur Kriegerin und Anführerin, sondern auch Richterin über Legitimität, Ordnung und Anspruch auf Herrschaft. Von ihrem Urteil hängt letztlich ab, welcher Führung die Zathanor-Dynastie der Necrons künftig folgen wird.

  

Bewertung: 7 von 10 Punkte!

Ein klassischer, kurzweiliger und insgesamt gelungener Necron-Roman im Warhammer 40.000 Universum.

Mit Khemet hat Jonathan D. Beer eine Figur geschaffen, die in ihrem Denken etwas beweglicher wirkt als viele andere Vertreter ihrer Spezies. Gerade darin liegt eine der grundlegenden Herausforderungen von Necron-Romanen: Seit dem Biotransfer sind die Persönlichkeiten der Necrons stark eingeschränkt, und meist verfügen nur Adlige und Krypomanten noch über ein Maß an reflektierten Gedanken. Doch selbst diese Figuren erscheinen häufig in starren Denkmustern gefangen.

Umso erfreulicher ist es, dass der Roman immer wieder Einblicke in die Vergangenheit gewährt. Rückblenden auf den Wandel der Necrontyr zu den Necrons verleihen der Handlung zusätzliche Tiefe, während zugleich zahlreiche Andeutungen auf die gegenwärtigen Entwicklungen innerhalb der Necron-Lore eingestreut werden.

 

Leseempfehlung für Necron Fans!


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